Nach einer langen Debatte hat das Flow Festival in Helsinki eine Lösung mit der Boykott-Kampagne Flow Strike gefunden, um die politischen Spannungen um die Festivalorganisation zu lösen. Der Kompromiss umfasst eine Reihe von Maßnahmen, die künftig die Partnerschaften und Künstlerauswahl des Festivals beeinflussen werden. Die Kampagne Flow Strike wird beendet, nachdem ein gemeinsamer Konsens erzielt wurde.

Neue Richtlinien für Partnerschaften und Künstlerprogramm

Das Festival wird künftig bei Partnerschaften und Künstlerauswahl nach BDS-Prinzipien arbeiten. Dazu gehören unter anderem die Entscheidung, keine Programme in Kooperation mit dem Staat Israel und seinen Institutionen zu organisieren. Israelische und palästinensische Künstler:innen dürfen nicht gemeinsam programmiert werden, wenn dies politische Realitäten gleichsetzen könnte. Die Einladung israelischer Künstler:innen ohne staatliche Verbindungen bleibt jedoch möglich.

Erweiterte Prüfprozesse und bestehende Kooperationen

Das Festival führt einen erweiterten Prüfprozess für Partnerschaften und Sponsorings ein, der BDS-Kriterien berücksichtigt. Bestehende Kooperationen wie mit Google müssen bei Vertragsverlängerungen überprüft werden. Diese Maßnahmen sollen die Transparenz und die Einhaltung der Kriterien der Boykott-Kampagne gewährleisten.

Die Entstehung der Kampagne und die Eigentümerstruktur

Die Kampagne Flow Strike entstand im Sommer 2024 als Reaktion auf die Übernahme des Flow Festival durch KKR. KKR-Kapital wurde für Investitionen in israelische Siedlungen genutzt, was zu einer Debatte im Juni 2024 über die Auswirkungen der Eigentümerstruktur auf das europäische Musikgeschäft führte. Der Künstler Megabondmon initiierte eine Protestaktion auf dem Flow Festival, die zu den Diskussionen führte, die letztlich zum Kompromiss führten.

Quelle

  • Groove
  • Originalautor: Johanna Lühr
  • Originaldatum: 2026-06-22 14:43:22

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