Die Clubcommission veröffentlichte eine Studie über die Berliner Clubkultur 2026. Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung von 163 Teilnehmenden und 102 Interviews. Martin Fuller von der Tresor Academy führte zwölf semi-strukturierte Leitfadeninterviews durch, die in den Bericht einfließen. Die Studie wurde zudem im Rahmen eines Expert:innen-Workshops der Clubcommission integriert.

Hohe Auslastung, aber kein Gewinn

83 Prozent der Veranstaltungen erreichen eine Auslastung von über 50 Prozent. Nur etwa ein Viertel aller Veranstaltungen schafft es, eine Auslastung von mehr als 75 Prozent zu erzielen. Gleichzeitig arbeiten nur 61 Prozent der Clubs kostendeckend – ein Rückgang gegenüber 79 Prozent im Jahr 2017. Laut den Befragten sind steigende Personal- und Betriebskosten das Hauptproblem, das 85 Prozent der Befragten nennen.

Langfristige Verträge fehlen

Nur 55 Prozent der Clubs verfügen über langfristige Miet- oder Pachtverträge von mindestens fünf Jahren. Dies betrifft insbesondere mittelgroße Veranstaltungsstätten mit 201 bis 500 Besucher:innen, die besonders stark von der aktuellen Situation betroffen sind. Zudem wird die sinkende Kaufkraft des Publikums von 60 Prozent der Befragten als weiterer Grund für die finanzielle Belastung genannt.

Quelle

  • Groove
  • Originalautor: Alexis Waltz
  • Originaldatum: 2026-08-10 10:32:18

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