Das RAW-Gelände in Berlin-Friedrichshain, ein bekanntes Zentrum der kreativen Szene, steht vor einer schwierigen Situation. Mieter:innen berichten von massiven Mieterhöhungen, die viele von ihnen in eine prekäre Lage bringen. Der Bezirk, der als Zwischenvermieter eingesprungen ist, übernimmt für zwei Jahre die fünfstelligen Mietkosten. Dennoch sind die Auswirkungen auf die Künstler:innen deutlich spürbar.
Steigende Mieten und begrenzte Entscheidungsspielraum
Die Mieten auf dem RAW-Gelände haben sich deutlich erhöht. Auf dem Abschnitt RAW-West stiegen sie von 4 Euro pro Quadratmeter auf etwa 11,20 Euro. Viele Mieter:innen haben nur etwa eine Woche, um zu entscheiden, ob sie ihren Vertrag auflösen wollen. Die Situation ist für viele Künstler:innen besonders belastend, da sie oft auf die Räume angewiesen sind, um ihre Arbeit zu vollenden.
Die Räume und ihre Preise
Das Soziokulturelle Projektzentrum (SKPZ) vergibt 13 Atelierräume auf dem RAW-Gelände. Die Räume spiegeln den industriellen Charakter des Geländes wider. Die Mieten reichen von rund 200 Euro für unbeheizte Kellerräume bis zu 308 Euro für ein 25 Quadratmeter großes Altbau-Atelier. Ein Künstler vor Ort betont, dass die Räume „optisch mitgenommen“ sind, doch sie seien mit einfachem Aufwand zu den „tollsten beheizbaren Altbau-Ateliers“ zu gehören, die Berlin derzeit zu bieten hat.
Die genaue Dauer der Mieterhöhung, die genaue Höhe der Mietkosten für die neuen Mieter:innen sowie die genaue Auswirkung der Mieterhöhung auf die Anzahl der freien Räume bleiben unklar. Die Situation bleibt spannend, und die Künstler:innen auf dem Gelände müssen sich nun entscheiden, ob sie weiterhin dort bleiben oder ihre Arbeit aufgeben müssen.
Quelle
- Groove
- Originalautor: Alexis Waltz
- Originaldatum: 2026-10-10 06:46:16

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