Kamenz, bekannt vor allem durch die Geburtsstadt des Aufklärers Gotthold Ephraim Lessing und die Herstellung von Malzkaffee in der DDR-Zeit, ist heute eine eher unscheinbare Kreisstadt, die allenfalls von ihrer Nähe zu Dresden zehrt. Dennoch hat eine Gruppe engagierter Macher:innen beschlossen, dort ein neues kulturelles Projekt zu starten: das Techno-Festival NOX. Die Initiative entsteht in Kooperation mit Tresor-Gründer Dimitri Hegemann und seiner Initiative Happy Locals. Das Festival soll nicht nur musikalische Highlights bieten, sondern auch als politisches Statement für ländliche Kulturangebote dienen.
Ein intergenerationelles Projekt
Die Idee entstand im Gespräch zwischen Linda Gowin (41) und ihrem Neffen Jonas Nitsche (18). Beide haben sich entschlossen, eine Plattform für junge Leute zu schaffen, die sich in der Stadt nicht mehr finden. „Die Grundvision lag darin, die jungen Leute von der Straße zu holen“, erklärte Linda Gowin in einem Videocall mit GROOVE-Autorin Johanna Lühr. Die beiden haben bereits versucht, etwas zu starten, scheiterten aber an den Behörden. In der Region Ostdeutschlands ist die Situation besonders kompliziert.
Die Herausforderungen der Ostdeutschen Kulturlandschaft
Linda Gowin, die lange in Berlin gelebt hat, weiß, wie schwierig es ist, kulturelle Angebote in ländlichen Gebieten zu etablieren. „Im Osten ist alles etwas komplizierter“, sagte sie. Trotzdem will sie mit NOX einen neuen Weg beschreiten. Das Festival soll nicht nur musikalische Qualität bieten, sondern auch eine Plattform für die Freetek-Szene im Osten sein. Es ist ein Versuch, die Kulturleben in der Region zu stärken und junge Menschen zu begeistern.
Quelle
- Groove
- Originalautor: Johanna Lühr
- Originaldatum: 2026-08-19 10:51:35

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