Das trans-queere Gesundheits- und Kulturzentrum Casa Kuà in Berlin stand am Sonntagabend unter Polizeikontrolle. Dutzende Einsatzkräfte des Landeskriminalamts stürmten das Zentrum, das sich in der Kreuzberger Naunynstraße befindet. Der Verdacht auf einen Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz löste den Einsatz aus. Rund 130 Menschen versammelten sich spontan vor dem Casa Kuà, um Solidarität zu zeigen.
Der Workshop, der für trans Personen gedacht war, hatte das Ziel, über sichere Beschaffungsmethoden für feminisierende Hormonpräparate zu diskutieren. Bei dem Polizeieinsatz wurden Personalien von fast zwei Dutzend Anwesenden aufgenommen. Es kam zu Reibereien mit der Polizei, was die Situation zusätzlich verschärft.
Die Aktion wurde scharf kritisiert. Berlins Queerbeauftragter Alfonso Pantisano sowie verschiedene Verbände sprachen von einem fatalen Signal und forderten eine lückenlose Aufklärung. Das Casa Kuà wurde kürzlich beim Berliner Tag der Clubkultur für seine Arbeit ausgezeichnet, was den Kontext der aktuellen Ereignisse unterstreicht.
Quelle
- Groove
- Originalautor: Mascha Schaper
- Originaldatum: 2026-10-20 11:47:42

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