Die Zukunft des R.A.W.-Geländes in Berlin ist vorerst gesichert. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat eine Mietvereinbarung für das Soziokulturelle L (SKL) bis 2028 abgeschlossen. Die Vereinbarung sieht vor, dass das SKL, ein Teil des Geländes mit Form eines umgedrehten Ls, ab September 2026 für zwei Jahre gemietet wird. Eine Verlängerung um ein weiteres Jahr ist möglich, was die Stabilität der Kulturorte auf dem Gelände gewährleistet.

Stabilität und Investitionen

Der Bezirk zahlt jährlich rund eine Million Euro Miete für das SKL, wobei 40 Prozent der Summe für den Erhalt und die Instandhaltung der Gebäude eingeplant sind. Die Kulturorte auf dem SKL, die Bars, Clubs, Proberäume, Workshopflächen, einen Kinderzirkus und einen Jugendclub umfassen, begrüßen die Einigung als Zwischenlösung nach einer Hängepartie. Sie sehen darin eine sichere Grundlage, um ihre Arbeit fortzusetzen.

Langfristige Planung und Wohnraum

Die Planung für das gesamte R.A.W.-Gelände ist weiter fortgeschritten. Das Bebauungsplanverfahren soll bis März 2029 abgeschlossen werden. Nach Festsetzung des Bebauungsplans soll das SKL 30 Jahre mietfrei an eine Generalmieterin übergeben werden. Gleichzeitig sollen auf dem westlichen Teil des Geländes 300 Mietwohnungen entstehen, davon 30 Prozent Sozialwohnungen. Schallschutzprüfungen sind erforderlich, um Wohnungen in der Nähe von Clubs und Kulturorten zu ermöglichen.

Strategische Ausrichtung

Die Kurth-Immobilien-Gruppe, die die Immobilienentwicklung verantwortet, sieht die Vereinbarung als Weg zur Schaffung eines gemischten Stadtquartiers. Dabei sollen Kultur und Wohnen im Einklang stehen. Die langfristige Planung umfasst sowohl den Erhalt der kulturellen Infrastruktur als auch die Schaffung neuer Wohnraumangebote. Die Kulturorte auf dem SKL begrüßen die Einigung als Zwischenlösung nach einer Hängepartie.

Quelle

  • Groove
  • Originalautor: Johanna Lühr
  • Originaldatum: 2026-08-12 10:39:49

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