Peter Wacha, Konzessionsinhaber der Rote Sonne in München, wurde zu einer Geldstrafe von 15.000 Euro verurteilt. Das Urteil folgt einer Razzia im Sommer, bei der rund 100 Beamt:innen den Club durchsuchten. Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass Wacha seiner Aufsichtspflicht nicht ausreichend nachgekommen sei.

Die Razzia und die Entdeckungen

Bei der Durchsuchung wurden 22 von 101 anwesenden Gästen mit Betäubungsmitteln konfrontiert. Im Technikraum wurden Tresore mit präparierten Behältern gefunden, während eine Feinwaage mit Drogenanhaftungen hinter dem Tresen aufgefunden wurde. Zudem gab es einen abgeschlossenen Aufenthaltsraum im Personalbereich, aus dem berauschte Gäste wieder verließen.

Wacha war nicht anwesend

Wacha war zum Zeitpunkt der Razzia nicht anwesend und stellte erst Stunden später fest, was geschehen war. DNA-Spuren seines Namens fanden sich nicht an den Tresoren oder anderen belasteten Gegenständen. Ein verdeckter Ermittler stellte im Januar 2025 fest, dass sich am Drogenkonsum im Club nichts verändert hatte.

Das Urteil als Vorbild

Staatsanwalt Jakob Schmidkonz bezeichnete das Urteil als richtungsweisend mit Modellcharakter in der Münchner Clubszene. Ein 2023 mit der Polizei vereinbartes Betreibergespräch blieb folgenlos.

Quelle

  • Groove
  • Originalautor: Alexis Waltz
  • Originaldatum: 2026-09-24 09:12:43

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